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    2 days ago

    Halte ich für eine hart verkürzte Ansicht. Viele Menschen sind faktisch oder tatsächlich aufs Auto angewiesen. Wenn der Bus nur zweimal täglich zu deinem Arbeitgeber fährt an den du gebunden bist, hast du keine Wahl. Dann schluckst du die Spritpreise, komme was wolle.

    In Großstädten und Ballungszentren gebe ich dir aber im Grundsatz Recht. Ich wohne bspw in einer etwa 60k Stadt (4.größte Stadt des Bundeslanded. Die Stadt hat einen schlechteren ÖPNV als der 20k Ort in dem ich aufgewachsen bin.

    Und unabhängig davon sorgen die höheren Spritpreise auch allgemein für höhere Lebensmittelpreise (und allgemeine Preise). Auch die Salatgurke vom Bauern nebenan erfordert Diesel im Anbau. Und das betrifft ausnahmslos jedes Lebensmittel.

    • gewindestift@feddit.org
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      2 days ago

      Der Bus fährt nur zweimal am Tag weil eben alle mit dem eigenen Auto fahren. Zudem gibt es Alternativen (Fahrrad, Pedelec, Elektroroller, Elektroauto, Carpooling, in die Nähe des Arbeitsortes ziehen oder halt im schlimmsten Fall einen VW Up statt 3er bis gebrauchte e-Autos dann günstig genug sind).

      Es stimmt, dass die Salatgurke aktuell “mit Diesel” angebaut wird. Das muss sich aber ändern. Hohe Spritpreise erhöhen den Druck dass sich da was tut.

      Natürlich gibt es Fälle wo die Leute sich die Alternativen nicht leisten können und es aus anderen Gründen nicht anders geht. Oder Leute die finanziell so am Limit laufen, dass die umgangssprachliche teurere Salatgurke dem Fass den Boden schlägt. Denen will ich hier natürlich nichts vorwerfen.

      • RidderSport@feddit.org
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        2 days ago

        Der Bus fährt nur zweimal am Tag weil eben alle mit dem eigenen Auto fahren.

        Das ist zwar richtig, lässt sich aber kurzfristig nicht ändern, bzw. haben die Autofahrer nur sehr begrenzt Einfluss darauf. Da müssen fürchte ich die Verkehrsbetriebe in Vorleistung gehen.

        Zudem gibt es Alternativen (Fahrrad, Pedelec, Elektroroller, Elektroauto, Carpooling, in die Nähe des Arbeitsortes ziehen oder halt im schlimmsten Fall einen VW Up statt 3er bis gebrauchte e-Autos dann günstig genug sind).

        Fahrrad und Pedelec sind auch nur bis zu gewissen Distanzen eine Alternative. In Flächenländern mit begrenzten Arbeitsplätzen und langen Pendelwegen häufig keine Option. Gleiches für den E-Roller mit <20km Reichweite.

        Carpooling kann funktionieren aber eben nicht immer. Umziehen bedeutet bei Paaren häufig für den anderen das Pendeln und in einige Orte würden mich keine zehn Pferde ziehen können. E-Autos werden grade erst für viele eine bezahlbare Option. Das Umdenken muss bei den Leuten ankommen und hier würde ich dir Recht geben, die hohen Spritpreise sind hier was gutes.

        Landwirtschaftliche Maschinen auf Elektro umzustellen ist praktisch tatsächlich nicht so leicht. Die Böden sind durch die schweren Maschinen ohnehin zu sehr verdichtet. Durch Akkus weiter beschwerte Maschinen dürften zu viel sein. Ansonsten kann ich mir vorstellen das einige Landwirte bereits bei entsprechenden Angeboten umgestiegen wären. Immerhin haben die meisten Platz auf den Dächern für riesige PV-Anlagen sowie in den Scheunen für große Stromspeicher.