Es gibt unglaublich viel dass man nach und nach herausfindet. Anstatt dass da digital etwas anständiges angeboten wird um auch mal ansatzweise zu zeigen was alles nötig ist… nein nein. Kommt stattdessen eine Mahnung vom Finanzamt oder welches Amt auch immer “Laut irgendeine Drecksgesetzgebung haben sie dies und das nicht gemacht. Bitte reichen sie diese Unterlagen ein um so und so zu verhindern”. Oder man kommt über ein Youtube Kanal wo einem erklärt wird was nötig ist und ein anderer sagt das Gegenteil. Jetzt muss man eine Recherche beginnen und sich mit Beamten- oder Anwaltsdeutsch rumschlagen.
Kein Wunder dass es Betriebswirtschaft als Fach gibt und Vermögende es leichter haben. Entweder man studiert/geht in Lehre, bezahlt sich einfach alles weg, kämpft sich durch die Bürokratiemaschine durch, wird dadurch verschlungen oder fängt gar nicht erst an.
Deutschland als Betriebsstandort ist so zum kotzen, meine Fresse.
Kommt stattdessen eine Mahnung vom Finanzamt oder welches Amt auch immer “Laut irgendeine Drecksgesetzgebung haben sie dies und das nicht gemacht.
Ich warte gerade auch sehnlichst auf meine Steuerbescheid, ich bekomme einiges an Geld zurück. Stattdessen erhalte ich gestern eine E-Mail von Elster, dass ich nahezu 800 € schulde. War halt ein Scammer, der die Zeit ausnutzt.
Hol dir ein Claude Abo und wurschtel dich durch. Studierte Betriebswirte haben von dem tatsächlichen klein klein auch keine Ahnung. Dafür ist das viel zu spezifisch.
Als ob Elster mehr als einen Hinweis auf eine Nachricht in Elster in eine E-Mail schreiben würde.
Ich kann nicht aus persönlicher Erfahrung sprechen, aber ich habe gehört, dass man da gut aufpassen muss. Weil diese Situation natürlich perfekt ist um von Scammern ausgenutzt zu werden. Dass Du gerade gegründet hast, steht ja in öffentlichen Registern, da kann man ja einfach mal eine “Mahnung” vom “Finanzamt” schicken, oder eine Aufforderung den “Mitgliedsbeitrag” an die “IHK” zu überweisen. Und weil das alles so schön kompliziert ist, hat man als Anfänger*in kaum eine Chance das zu bemerken.
Bin nicht selbständig und möchte nicht unnötig klugscheißen. Es gibt extra Gründerkurse, wo man nötige Sachen beigebracht bekommt. Und was ich schon mitbekommen habe, pack die Hälfte deines Umsatz auf die Seite, für die Steuer im zweiten Jahr.
Oh nein… Welche Steuer? Betriebssteuer? Umsatzsteuer?
Von dem was ich an der Seite mitgekriegt habe (Mutter war/ist freischaffende Architektin) dürfte es die Umsatzsteuer sein. Sie packt 50% aller Einnahmen auf ein separates Konto, dass da bloß nichts wegkommt. Je nach Sachbearbeiter kann das extrem schnell stressig werden wenn du in Verzug kommst.
Ich würde auch mal schauen wegen Steuervorrauszahlungen… Bei meiner Mutter wurden teilweise 3-4 Jahre im voraus gefordert (ohne uns bekanntem Grund, glaube das war 2021/2022). Kann man sich gegen wehren, aber selbst während das Prüfverfahren dafür läuft (ob das wirklich nötig ist) erwartet das Finanzamt erstmal die Zahlung (und erstattet den Betrag im Nachhinein).
Keine Ahnung wie sehr das vom Sachbearbeiter und Feld abhängig ist, aber wollte es lieber erwähnt haben.
Den Fehler at mein werter Hr. Vater auch gemacht. Hat sich mit 60 Jahren selbstständig gemacht als SAP-Berater und sich gefreut wie ein König, so viel Geld auf einmal! Hat gelebt wie Gott in Frankreich, neues Mopped, neuer Computer, Handy etc.
Auf einmal kam Steuerbescheid vom Finanzamt…
Die Voraussteuer wird ab dem dritten Jahr fällig und richtet sich nach den Einnahmen im Jahr davor. Da kommt es zu einer Doppelbelastung, die Steuer fürs letzte Jahr und die Voraussteuer fürs laufende Jahr. Das ist der Grund warum viele im dritten Jahr scheitern.
IHK ist in dem Fall dein Freund
Oder auch nicht. Die waren äußerst unbehilflich. Ich würde sogar sagen die waren am unbehilflichsten. Es war als ob die uns nicht haben wollten.
Ich glaube irgendwo im Baltikum kannst du dir ne E-Citizenship holen, da geht das dann einfacher. Also wenn dein Geschäftsmodell mit nem Firmensitz im EU-Ausland kompatibel ist.
Das bringt nichts weil man trotzdem in Deutschland steuerlich ansässig ist. Dann hat man am Ende mehr stress.
Hmmm… Kann man als Verkäufer in Deutschland (lokal und online) eine Auslandsfirma haben? Und ich weiss auch nicht wie es da mit Banken aussieht. In Deutschland muss man für jeden Scheiß in die Filiale oder eine deutsche Nummer und Adresse haben. Ob das im Baltikum anders ist, da müsste ich mich erstmal erkundigen.
Klar kannst du das, am Ende entscheidet für deine steuerliche Behandlung, aber wohl deine betrieblichen Entscheidung getroffen werden, wo dein Lebensmittelpunkt ist. Du machst dir das Ganze nur schwieriger, wenn du hier fiktiv im Ausland ein Unternehmen führst.
Estland. Aber Gegenfrage: Warum kriegen die das Thema so gut und einfach geschissen, und wir hier nicht? Da ein massives Invest vom Staat, und die Wirtschaft wuerd abheben.
Veränderung verläuft meiner Erfahrung nach in Wellen. Wenn das System halbwegs funktioniert, ruht man sich drauf aus und die große Veränderung kommt erst, wenn es gar nicht mehr läuft. Ich würde vermuten, dass die sich nach der Befreiung von den Sowjets geschüttelt und dann Anfang des Jahrtausends auf den Internettrend gesetzt haben. Währenddessen sitzen wir noch auf dem Kupfer weil läuft ja. Andererseits macht die Theorie auch Hoffnung, dass es bei uns bald wieder Aufwärts geht. Oder wir stürzen komplett ab 🤷
Zukunftsangst? Keine Ahnung warum Deutschland das einfach nicht hinkriegt. Selbst die Parteien die davon quasseln “firmenfreundlich” zu sein machen es Firmengründer absolut schwer überhaupt etwas auf zu bauen.
Es kommt mir vor als ob Firmenfreundlichkeit eigentlich “lobbyoffen” bedeutet. Wenn du sie lobbyen kannst, bist du bestens befreundet, wenn nicht dann bist du unten durch.
Deutsches Beamtentum ist nicht umsonst weltweit bekannt und berüchtigt… 💀
Bei uns ist alles viel zu kompliziert und dauert dadurch sehr lang. Aber wehe die wollen Geld von dir, dann bist du nach 2 Tagen schon fast im Knast 😅





