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Cake day: January 19th, 2026

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  • Hm i think when you have a for whatever reason much discussed topic you will always meet people with opinions that have not much research backgorund or on the other hand people with very strong opinions on both sides who are not open to the other sides arguments. For example: I talked about a few “accidents” and you wouldnt try to understand, why someone like me would think there were some accidents and talk about that there was just one major implying that Fukushima was peanuts and not an issue at all. Of course the truth is (regardless the risk of what maybe could have happened, i think many people who think about Fukushima are more afraid of what could have happend than what happened), that the impact of Fukushima lies somewere between “nothing” and “Tschernobyl”. I didnt even try to discuss pro or con nuclear, i just tried to explain why i think what happened or changed in the last years could easily change someones opinion on that topic. Most people i know that changed their opinion on nuclear say things like “given that climate change is now a bigger issue than i thought 20 years ago, we maybe should have used more nuclear instead of burning coal despite the nuclear waste, 20 years ago i thought different. Also given, that new nuclear plants are very expensive and existing plants are old and risky, i think we should focus on renewables and batteries, because they are clean, decentral, and very cheap now.” something like that, just as an illustration.

    That aside, honest question without ruse: who do you think the profiting propandagist is, which you refer to? Oil industry? Wouldnt renewables then be part of the same story?


  • Why do you think the people who said that “we cant do it” are the same people who now say “now its too late”? The pro and contra points to nuclear energy are pretty obvious. Also obvoius is, that these pros and cons are predestinated for disagreement. Also its obvious that opinions can change, on the one hand people maybe start priorize low carbon enegry production, on the other hand rivers for cooling are drying, a few accidents happened, and the price for nuclear energy is now pretty high while the price for renewables and batteries is dropping. We had a lot of change in circumstances in the last years and decades to discuss so saying “fuck off” is pretty pathetic in this case if you ask me


  • Ohne mich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen (hatte vor ein paar Jahren mal was mit klassischen Müllverbrennungsanlagen zu tun und dort auch nur in einem sehr begrenzten technischen Teilbereich… Da die Restabfallzusammensetzung bei der Verbrennung und Abgasreinigung eine große Rolle spielt, ist alles auch ein bisschen verwoben. Wenn zum Beispiel irgendwas rechtliches mit Recycling geplant ist, werden die Verbrenner direkt ganz Ohr, da die ihre Anlagentechnik über Jahrzehnte auslegen, deshalb hab ich von vielem am Rande ein bisschen was mitbekommen, ohne groß was damit zu tun zu haben. Aber ist irgendwie auch so ganz spannend für mich, was man vielleicht an meinen langen Ausführungen merkt. Man hat halt auch so selten die Möglichkeit, über so ein Nischenthema seinen Senf dazu zu geben haha). würde ich vermuten, dass der bei der Vorreinigung nicht entfernte Schimmel spätestens in der Heißwäschestufe löst, in der die zerkleinerten Flakes in einem heißem Natronlauge-Tensidbad gespült werden. Bevor die eingeschmolzen werden, gibts aber nach der Wäsche trotzdem noch ne Aussortierung von Fremdstoffen oder verbliebenen verunreinigten Flakes mithilfe optischer Sensoren.



  • Genau! Alle Verpackungen werden je nach Recyclingfähigkeit in 3 Kategorien eingeteilt und ab 2030 darf die schlechteste Kategorie nur in Ausnahmefällen noch benutzt werden. Welche Verpackung unter welche Kategorie fällt, wird aber erst 2028 festgelegt (möge die Einteilung streng werden). Wofür die verwendet werden, hängt von der Kunstoffart ab, aber z. B. Ungefärbtes und sortenreines PET (transparent) oder HDPE (milchig) lässt sich recht problemlos im Kreislauf führen (Ausnahme Lebensmittelverpackungen, die dürfen recycelt nur aus Pfandflaschen oder Produktionsausschüssen hergestellt werden.). Man sieht (oft am Boden des Produkts) eine Einstanzung mit dem Kunsstofftyp, falls es recycelt wurde, steht oft ein kleines r davor, z.B. rPET. Bei mir zuhause fällt mir für rPET da z.B. die Spüliflasche ins Auge, bei rHDPE die Shampooflasche. Auch viele Folien entstammen oft dem Recycling oder Euroboxen, Regentonnen (das sind so die Produkte, die mir im Haushalt auffallen). Sehr viel PET geht auch (leider) als Polyestergewebe in Kleidung. Letztendlich wird leider noch so viel frisches Kunststoffgranulat aus Erdöl hergestellt, dass recyceltes einfarbiges Granulat direkt als gleichweriger Wertstoff in irgendwelche Produkte geht, der Flaschenhals beim Recycling soweit ich weiß derzeit ist weniger die Verwendung des Recyklats (zumindest bei PET und HDPE) als die Sortenreine Sammlung/Trennung oft schlecht recycelbar designten Materials (zumindest in D mit hoher Sammelquote).


  • Stimmt, die 70% werden beim Input gemessen. Wenn Kunststoff verbrannt wird und die Schlacke im Straßenbau verwendet wird, zählt das nach Kreislaufwirtschaftsgesetz dennoch als thermische Verwertung (auch wenn streng genommen hinterher ein Teil stofflich verwertet wird) und darf nur erfolgen, wenn die stoffliche Verwertung nicht möglich ist. Z. b. weil es sich um schlecht trenbbare Verbundskunststoffe handelt, die mit den neuen Vorgaben hoffentlich bald endlich nicht mehr standardmäßig als Verpackung eingesetzt werden. Das wurde so definiert, um genau diese Tricksereien zu verhindern. Es gibt auch Kunststoffflakes, die im Straßenbau verwendet werden können und als stoffliche Verwertung angesehen werden dürfen, die werden aber nicht verbrannt. Hast du eine Quelle dafür, dass Schlackenutzung im Straßenbau als stoffliche Verwertung gemäß Abfallhierarchie angesehen werden darf? Ich war in den letzten Jahren aus beruflichen Gründen bei den Novellen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes eigentlich immer weitestgehend auf dem Laufenden und würde mich wundern, wenn es derzeit dieses Schlupfloch noch gibt, diese Grauzone wurde eigentlich schon seit langer Zeit durch klare Definitionen geschlossen. Meines Wissens nach zumindest, man bekommt ja auch nicht immer alles mit. Ich will auch gar nicht die schlechte Verwertungsquote bei Kunststoffen schön reden, meine Aussage bezog sich nur darauf, dass es nicht stimmt, dass der Großteil aus dem Gelben Sack verbrannt wird (auch nicht wenn er verschmutzt ist), das rechtlich gar nicht erlaubt ist und ein wichtiger Aspekt, warum immer noch Unmengen verbrannt werden dürfen (oder müssen) durch die neuen Regeln ab 2030 eingedämmt werden soll. Was reycelbares Verpackungsdesign ausmachen kann an der stofflichen Verwertungsquote, kann man ja, wie du auch schreibst, am Pfandsystem von PET-Flaschen sehen, mit Quoten weit über 90%.


  • Dass PET o. Ä. aus dem gelben Sack nicht mehr zu Lebensmittelverpackungen recycelt werden (somdern nur Pfand-PET oder Ausschuss aus der Produktion) ist aus lebensmittelhygienischen Gründen so vorgeschrieben. Das heißt aber nicht, dass der größte Teil aus dem gelben Sack verbrannt wird. Die stoffliche Verwertung steht in der Abfallhierarchie über der thermischen Verwertung, deshalb darf nur verbrannt werden, was nicht stofflich verwertet werden kann. Hier ist das Kreislaufwirtschaftsgesetz eindeutig. Derzeit werden ca. 70% aus dem gelben Sack stofflich verwertet (der Kunststoffbedarf ist leider so enorm, dass es derzeit keine Rolle spielt, ob aus Traubenverpackungs-PET keine Lebensmittelverpackung mehr werden darf, sondern nur z. B. eine Spüliflasche). Eine für das Recycling desigte Verpackung darf und wird also nicht verbrannt werden, auch wenn die Gerüchte, dass im gelben Sack eh alles verbrannt wird, schon seit der Einführung des grünen Punkts kursieren. Welche (Verbund-)Kunststoffverpackungsarten fast durchweg aus dem Stoffkreislauf herausfallen und größtenteils in die Verbrennung gehen, ist schon lange bekannt und dieses Problem wird durch die hier besprochene EU-Verordnung ab 2030 angegangen. Besser spät als nie wenn man mich fragt.