

Aufklärung kann nebenbei natürlich nicht schaden, aber deren Wirkmacht ist eben auch begrenzt, insbesondere bei einem Thema mit solch weit verbreiteter kognitiver Dissonanz. Dass die Tierhaltung schlecht für die Umwelt ist, und vor allem natürlich auch schlecht für die Tiere, ist aber ja auch nicht erst seit gestern bekannt. Da jetzt nach all den Jahren klein anzufangen mit Werbeverboten, und das auch nur regional begrenzt, ist für mich kein Zeichen von vorschnellen Verboten.
Die Tiere interessieren sich halt herzlich wenig dafür, zu welchen Standards sie getötet werden, deswegen wäre ich persönlich für ein sofortiges Verbot, aber realistisch betrachtet hast du natürlich Recht, Standards verbessern wären eher mehrheitsfähig und dahingehend sinnvoller.
Wenn dein Kommentar sich auf Verbote im allgemeinen bezog dürften die Vergleiche eigentlich recht passend sein. Im Bezug auf das aktuelle Thema wären die Verbote von Mord und FCKW passender.

Als Mitglied der “jungen Erwachsenen” muss ich sagen, dass wir uns in der Regel nicht am Duzen stören und es grundsätzlich nicht als inhärent schlechten Ton/Umgang wahrnehmen, jedenfalls nach Erfahrung aus meinem eigenen Umfeld.
Und generell gehört das Siezen auch einfach abgeschafft. Diese unnötig aufgebaute Distanz zu anderen Personen und vor allem die sprachliche Unterwerfung gegenüber jeglicher (als solche wahrgenommene) Autorität ist einfach dämlich. Norwegen und Dänemark bspw. haben das größtenteils bereits begriffen, die Deutschen brauchen wohl wieder ein bisschen mehr Zeit.
Letztendlich wäre das Verhalten von Boris auch mit dem Siezen nicht besser gewesen. Und dass ausgerechnet eine Lehrerin sich darüber beschwert ist auch irgendwie lustig :)