Reformen mitzutragen, die das alltägliche Leben der Arbeitenden erträglicher machen, steht nicht im Widerspruch dazu, den Reformismus abzulehnen, der die Aussöhnung mit dem kapitalistischen System, dass man lediglich humaner machen und mitverwalten statt überwinden will, bedeutet.
Der Reformismus erklärt die Sozialreform, die vorher nur ein Mittel des Klassenkampfes war, zum Selbstzweck, wodurch die Aufhebung der kapitalistischen Eigentumsordnung im besten Fall zu einem abstrakten Ziel in der Zukunft wird (das durch die Aufgabe des Klassenkampfes nie erreicht werden kann) und im schlimmsten Fall für überflüssig erklärt wird (Kapitalismus mit bisschen Sozialstaat als Ausgleich passt schon).
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso der Begriff “Kapitalismus” so abwertend gebraucht wird. Kapitalismus bedeutet nur, dass Unternehmen versuchen, so effizient wie möglich zu produzieren (d.h. maximale Differenz zwischen Einnahmen und Kosten). Dass das die Löhne so weit als möglich senkt, ist mir klar.
Dennoch denke ich, dass die korrekte Lösung des Problems ist, ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen (oder etwas ähnliches wie Ressourcen, die zur Verfügung gestellt werden, wie Gesundheitssystem, Schulen, Straßen, …). Das ist es auch, was ich mit “Sozialismus” meine: dass sich der Staat um die Menschen kümmert.
Das hat jedoch nichts mit der “Aufhebung des Privateigentums” oder der “Kollektivierung der Produktionsmittel” zu tun. Das sind völlig unabhängige Dinge. Ich möchte nicht, dass mein (kleiner, überschaubarer) Privatbesitz (inkl. Wohnung, Kleidung, Zahnbürste) aufgehoben wird. Dazu kommt noch, dass ich denke, dass es richtig ist, dass Unternehmen versuchen, so effizient wie möglich zu produzieren, besonders wenn es den effizienten Umgang mit materiellen Ressourcen betrifft, z.B. Erdöl, Stahl, Getreide. Demnach unterstütze ich den Kapitalismus, ich denke nur, dass es eben neben dem Kapitalismus zusätzliche Unterstützungen für die Menschen braucht.
Das hat jedoch nichts mit der “Aufhebung des Privateigentums” oder der “Kollektivierung der Produktionsmittel” zu tun. Das sind völlig unabhängige Dinge. Ich möchte nicht, dass mein (kleiner, überschaubarer) Privatbesitz (inkl. Wohnung, Kleidung, Zahnbürste) aufgehoben wird.
Das ist nicht gemeint. Es wird dabei zwischen privatem und persönlichem Eigentum unterschieden. Es geht lediglich um Eigentum, das produktiv genutzt wird (im Sinne von, zur Arbeit genutzt) oder das für Renten verwendet wird (einnahmen, ohne dass Arbeit passiert. Z.B. Mietwohnungen) das aufgelöst werden soll.
Dazu kommt noch, dass ich denke, dass es richtig ist, dass Unternehmen versuchen, so effizient wie möglich zu produzieren, besonders wenn es den effizienten Umgang mit materiellen Ressourcen betrifft, z.B. Erdöl, Stahl, Getreide.
Natürlich ist das sinnvoll. Das hat aber nichts mit Kapitalismus zu tun. Auch Betriebe die den Arbeitern gehören konkurrieren gegeneinander um die effizientesten Methoden. Sogar in einer kompletten Planwirtschaft gibt es diese Konkurrenz, der Anreiz wäre hier möglichst wenig Arbeit zu haben um den Plan zu erfüllen.
Kapitalismus ist nicht gleich “freier Markt”. Kapitalismus ist: Besitz wird von Leuten verwendet um von anderen Arbeitskraft abzutrotzen. Fast alles andere was man so mit dem Kapitalismus verbindet ist nicht zwingend mit diesem Kern verbunden.
Edit:
Insbesondere ist im Kapitalismus nichtmal zwingend gegeben, dass die Firmen möglichst effizient Arbeiten. Staatliche Kontrolle gegen Monopolausnutzung und gegen Kartellbildungen sind ja genau deshalb notwendig um die Firmen dazu zu zwingen zu konkurrieren.
Reformen mitzutragen, die das alltägliche Leben der Arbeitenden erträglicher machen, steht nicht im Widerspruch dazu, den Reformismus abzulehnen, der die Aussöhnung mit dem kapitalistischen System, dass man lediglich humaner machen und mitverwalten statt überwinden will, bedeutet.
Der Reformismus erklärt die Sozialreform, die vorher nur ein Mittel des Klassenkampfes war, zum Selbstzweck, wodurch die Aufhebung der kapitalistischen Eigentumsordnung im besten Fall zu einem abstrakten Ziel in der Zukunft wird (das durch die Aufgabe des Klassenkampfes nie erreicht werden kann) und im schlimmsten Fall für überflüssig erklärt wird (Kapitalismus mit bisschen Sozialstaat als Ausgleich passt schon).
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso der Begriff “Kapitalismus” so abwertend gebraucht wird. Kapitalismus bedeutet nur, dass Unternehmen versuchen, so effizient wie möglich zu produzieren (d.h. maximale Differenz zwischen Einnahmen und Kosten). Dass das die Löhne so weit als möglich senkt, ist mir klar.
Dennoch denke ich, dass die korrekte Lösung des Problems ist, ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen (oder etwas ähnliches wie Ressourcen, die zur Verfügung gestellt werden, wie Gesundheitssystem, Schulen, Straßen, …). Das ist es auch, was ich mit “Sozialismus” meine: dass sich der Staat um die Menschen kümmert.
Das hat jedoch nichts mit der “Aufhebung des Privateigentums” oder der “Kollektivierung der Produktionsmittel” zu tun. Das sind völlig unabhängige Dinge. Ich möchte nicht, dass mein (kleiner, überschaubarer) Privatbesitz (inkl. Wohnung, Kleidung, Zahnbürste) aufgehoben wird. Dazu kommt noch, dass ich denke, dass es richtig ist, dass Unternehmen versuchen, so effizient wie möglich zu produzieren, besonders wenn es den effizienten Umgang mit materiellen Ressourcen betrifft, z.B. Erdöl, Stahl, Getreide. Demnach unterstütze ich den Kapitalismus, ich denke nur, dass es eben neben dem Kapitalismus zusätzliche Unterstützungen für die Menschen braucht.
Das ist nicht gemeint. Es wird dabei zwischen privatem und persönlichem Eigentum unterschieden. Es geht lediglich um Eigentum, das produktiv genutzt wird (im Sinne von, zur Arbeit genutzt) oder das für Renten verwendet wird (einnahmen, ohne dass Arbeit passiert. Z.B. Mietwohnungen) das aufgelöst werden soll.
Natürlich ist das sinnvoll. Das hat aber nichts mit Kapitalismus zu tun. Auch Betriebe die den Arbeitern gehören konkurrieren gegeneinander um die effizientesten Methoden. Sogar in einer kompletten Planwirtschaft gibt es diese Konkurrenz, der Anreiz wäre hier möglichst wenig Arbeit zu haben um den Plan zu erfüllen.
Kapitalismus ist nicht gleich “freier Markt”. Kapitalismus ist: Besitz wird von Leuten verwendet um von anderen Arbeitskraft abzutrotzen. Fast alles andere was man so mit dem Kapitalismus verbindet ist nicht zwingend mit diesem Kern verbunden.
Edit:
Insbesondere ist im Kapitalismus nichtmal zwingend gegeben, dass die Firmen möglichst effizient Arbeiten. Staatliche Kontrolle gegen Monopolausnutzung und gegen Kartellbildungen sind ja genau deshalb notwendig um die Firmen dazu zu zwingen zu konkurrieren.