Von der Vorstellung, eigene Batterien zu fertigen, hatte sich Porsche bereits im Sommer verabschiedet. Nun will der Autobauer daran nicht einmal mehr selbst forschen. Das Tochterunternehmen Cellforce passe nicht zur technologieoffenen Strategie. Damit ist Cellforce nicht allein.
Moderne Autos sind überhaupt nicht mehr wartbar. Noch vor 20-25 Jahren konnte man mit mäßigem mechanischem Geschick und einem spärlich ausgestatteten Werzeugkasten viel Routinewartung und Einiges an Reparaturen am Auto recht einfach selbst machen. Das hat den Herstellern nicht gefallen. Inzwischen sind die so weit, dass sogar Vertragswerkstätten viele Komponenten, die man in der Vergangenheit einfach repariert hat, nur noch austauschen, weil sie nicht mehr reparierbar sind. Ob die Autohersteller jetzt Eisenschrott oder Elektroschrott herstellen, macht da keinen Unterschied. Schrott bleibt Schrott. Und für die Preise, die die für ihre Produkte abrufen, ist das eine bodenlose Unverschämtheit.
Das hat halt alles so rein gar nichts mit der “technologieoffen” Thematik zu tun und ist ein gänzlich separates Problem.
Wie gesagt, das liegt nicht an der Antriebstechnologie. Elektromobile gab es schon vor 100 Jahren und waren schon damals deutlich einfacher zu warten als Verbrennungsmotoren. Moderne Elektromotoren sind natürlich komplexer aber noch immer deutlich simpler als moderne Verbrenner, mit deutlich weniger Verschleißteilen.
Würden moderne Dompflokomotiven gebaut wären sie genauso wartbar (oder eben nicht) wie moderne E-Lokomotiven.
Die Batterie selbst ist ein Verschleißteil und verliert mit jeder Benutzung kontinuierlich an Kapazität. Das ist wie wenn bei einem Auto mit Verbrennungsmotor bei Benutzung ständig der Tank kleiner würde, aber der Tank nicht wirtschaftlich austauschbar wäre. Solange es keine standardisierten, einfach austauschbaren Batterien gibt, ist das überteuerter Elektroschrott.
Ich hab nirgends gesagt, dass EVs keine Verschleißteile hätten. Der Verschleiß der Batterie wird regelmäßig stark überschätzt. Selbst moderne NMC halten mittlerweile solange dass sie normalerweiße über die Lebensdauer gar nicht angegriffen werden müssen geschweige denn ersetzt. Wenn das dann doch der Fall sein sollte ist bei Verbrennern wohl auch oft schon eine gröbere Motorreparatur fällig.
Wenn Sie sich um die Langlebigkeit des Akkus sorgen, dann wählen Sie halt ein Auto mit LFP Akku. Die halten ca 600000 km lange eine Kapazität über 80%.