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Cake day: August 28th, 2025

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  • Eine feste Beziehung muss nicht monogam sein

    Ich behaupte, dass das aber noch für viele Menschen zum selbstverständnis gehört. Klar muss es nicht so sein, aber wenn man Personen befragen würde, würden die meisten erwarten, dass wenn sie mit jemanden eine feste Beziehung haben, dass diese dann auch exklusiv ist.

    Zudem finde ich es schwach, feste Beziehungen auf Abhängigkeiten und Materielles zu reduzieren.

    Ist aber ein Grundlage vieler Beziehungen vor 50 Jahren. Klar, heute ist es nicht mehr so, aber das Gesellschaftsbild von einem glücklichen Leben hat sich seit dem auch nicht großartig verändert. Und das ist mein Punkt, dass jetzt die längst überfällige gesellschaftliche Veränderung eintritt. Früher war ein wichtiger Punkt für Frauen eine Beziehung einzugehen, die Abhängigkeit zum Mann, das fällt schon seit ein paar Jahrzenten weg, aber gesellschaftlich ist dieses “eine Frau muss einen Mann haben” erhalten geblieben, frag mal junge, single Frauen, wie oft sie von ihren Großeltern gefragt werden, ob sie den einen Freund haben und wann sie den vorhaben zu heiraten. Dieses Denken wird jetzt aber langsam hinterfragt und man ist jetzt nicht mehr so leicht bereit eine Beziehung einzugehen, weil Grundlage der Beziehung halt “emotionale Bindungen, Halt und Unterstützung, Vertrautheit und Geborgenheit” sein soll. Der Anspruch ist nichtmehr es soll einigermaßen passen, sondern es muss perfekt passen. Ansonsten lohnt sich das “Komplizierte” halt nicht, weil die Prioritäten woanders liegen (Unabhängigkeit, Karriere etc.).

    Vergleichbare emotionale Bindungen, Halt und Unterstützung, Vertrautheit und Geborgenheit erfährt man nur schwer mit Freunden

    Trifft wohl eher auf Männer zu, da hier auch gute Freundschaften oberflächlicher sind, als es bei Frauen der Fall ist. Zudem man natürlich auch nicht mit allen Freunden eine so tiefe Beziehung hat, sondern auch das eher die Ausnahme ist. Am Ende kommt es nämlich häufiger vor, dass Freunde einen nach einer gescheiterten Beziehung auffangen, als der/die Partner*in nach einer gescheiterten Freundschaft.




  • Wieso sollte man sich auch auf eine feste Beziehung einlassen? Die Abhängigkeiten die es früher gab, sind heutzutage einfach nicht mehr gegeben. Die Frau braucht keine Arbeitserlaubnis mehr von ihrem Vater oder Mann und der Mann braucht keine Frau mehr die Abends für ihn kocht, weil er sich an jeder Ecke was zu Essen kaufen kann. Kinderwunsch ist nicht mehr so verbreitet und auch eine Immobilie abbezahlen ist auch zu zweit kaum möglich.
    Das Konstrukt der lebenslangen, monogamen, glücklichen Partnerschaft hat noch nie (gesamtgesellschaftlich) funktioniert und wurde nur von repressiven Kräften ggü. Frauen aufrecht erhalten. In einer zunehmend emanzipierten Gesellschaft sind feste Beziehungen einfach kein notwendiger Bestandteil