Immer mehr junge Erwachsene gehen keine romantischen Beziehung ein – und das hat Folgen für ihr Wohlbefinden. Eine neue Studie zeigt Genaueres.

      • brewbart@feddit.org
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        9 days ago

        Pro Woche? Damals hat ein ordentlicher Arbeiter die Leistung von 60 Stunden am Tag gebracht und trotzdem nicht gemeckert! Der ist brav zum CDU Stammtisch gegangen, hat seinen Schnaps getrunken und dann zufrieden zu seiner Frau gekommen. (/s, zur Sicherheit)

  • JensSpahnpasta@feddit.org
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    9 days ago

    Das erstaunliche an dem Artikel: Er nennt keine Gründe dafür. Sind es die Spätfolgen der Pandemie, wo jetzt ein Haufen sozial verkrüppelter Mitzwanziger diese Datingphase in Schule und Uni verpasst hat? Ist es das Internet mit seiner Männer vs. Frauen-Spaltrhetorik, wo jetzt alle Frauen denken, dass alle Männer Femizide begehen und alle Männer, dass Frauen ihnen Kinder unterschieben wollen und gehässige Hexen sind? Hängen alle nur noch an Instagram? Sind einfach die Plätze geschwunden, an denen man sich kennenlernt? Oder ist das eine höchst freiwillige Entscheidung? Waren Menschen früher nur zusammen, weil das Fernsehprogramm so kacke war und jetzt gibt es Netflix?

    • Senseless@feddit.org
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      9 days ago

      Meiner Erfahrung nach und sehr verkürzt dargestellt: es hat keiner mehr Bock sich wirklich auf was einzulassen. Daher auch der Trend zu “Situationships”.

      • Cacaocow@feddit.org
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        9 days ago

        Wieso sollte man sich auch auf eine feste Beziehung einlassen? Die Abhängigkeiten die es früher gab, sind heutzutage einfach nicht mehr gegeben. Die Frau braucht keine Arbeitserlaubnis mehr von ihrem Vater oder Mann und der Mann braucht keine Frau mehr die Abends für ihn kocht, weil er sich an jeder Ecke was zu Essen kaufen kann. Kinderwunsch ist nicht mehr so verbreitet und auch eine Immobilie abbezahlen ist auch zu zweit kaum möglich.
        Das Konstrukt der lebenslangen, monogamen, glücklichen Partnerschaft hat noch nie (gesamtgesellschaftlich) funktioniert und wurde nur von repressiven Kräften ggü. Frauen aufrecht erhalten. In einer zunehmend emanzipierten Gesellschaft sind feste Beziehungen einfach kein notwendiger Bestandteil

        • Senseless@feddit.org
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          9 days ago

          Ich habe gerade nicht die Energie um gegen diesen Take zu argumentieren, möchte dennoch widersprechen.

        • mtoboggan@feddit.org
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          9 days ago

          Das klingt nach einer sehr oberflächlichen Rechtfertigung für das eigene Single-Dasein, finde ich.

          Eine feste Beziehung muss nicht monogam sein. Zudem finde ich es schwach, feste Beziehungen auf Abhängigkeiten und Materielles zu reduzieren.

          Vergleichbare emotionale Bindungen, Halt und Unterstützung, Vertrautheit und Geborgenheit erfährt man nur schwer mit Freunden und erst recht nicht mit ONS oder einer Freundschaft+. Das sind ja alles Konzepte, mit denen man sich eben genau das „Komplizierte“ einer Beziehung sparen will.

          • Cacaocow@feddit.org
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            8 days ago

            Eine feste Beziehung muss nicht monogam sein

            Ich behaupte, dass das aber noch für viele Menschen zum selbstverständnis gehört. Klar muss es nicht so sein, aber wenn man Personen befragen würde, würden die meisten erwarten, dass wenn sie mit jemanden eine feste Beziehung haben, dass diese dann auch exklusiv ist.

            Zudem finde ich es schwach, feste Beziehungen auf Abhängigkeiten und Materielles zu reduzieren.

            Ist aber ein Grundlage vieler Beziehungen vor 50 Jahren. Klar, heute ist es nicht mehr so, aber das Gesellschaftsbild von einem glücklichen Leben hat sich seit dem auch nicht großartig verändert. Und das ist mein Punkt, dass jetzt die längst überfällige gesellschaftliche Veränderung eintritt. Früher war ein wichtiger Punkt für Frauen eine Beziehung einzugehen, die Abhängigkeit zum Mann, das fällt schon seit ein paar Jahrzenten weg, aber gesellschaftlich ist dieses “eine Frau muss einen Mann haben” erhalten geblieben, frag mal junge, single Frauen, wie oft sie von ihren Großeltern gefragt werden, ob sie den einen Freund haben und wann sie den vorhaben zu heiraten. Dieses Denken wird jetzt aber langsam hinterfragt und man ist jetzt nicht mehr so leicht bereit eine Beziehung einzugehen, weil Grundlage der Beziehung halt “emotionale Bindungen, Halt und Unterstützung, Vertrautheit und Geborgenheit” sein soll. Der Anspruch ist nichtmehr es soll einigermaßen passen, sondern es muss perfekt passen. Ansonsten lohnt sich das “Komplizierte” halt nicht, weil die Prioritäten woanders liegen (Unabhängigkeit, Karriere etc.).

            Vergleichbare emotionale Bindungen, Halt und Unterstützung, Vertrautheit und Geborgenheit erfährt man nur schwer mit Freunden

            Trifft wohl eher auf Männer zu, da hier auch gute Freundschaften oberflächlicher sind, als es bei Frauen der Fall ist. Zudem man natürlich auch nicht mit allen Freunden eine so tiefe Beziehung hat, sondern auch das eher die Ausnahme ist. Am Ende kommt es nämlich häufiger vor, dass Freunde einen nach einer gescheiterten Beziehung auffangen, als der/die Partner*in nach einer gescheiterten Freundschaft.

            • killingspark@feddit.org
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              8 days ago

              Vergleichbare emotionale Bindungen, Halt und Unterstützung, Vertrautheit und Geborgenheit erfährt man nur schwer mit Freunden

              Trifft wohl eher auf Männer zu, da hier auch gute Freundschaften oberflächlicher sind, als es bei Frauen der Fall ist.

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            • mtoboggan@feddit.org
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              7 days ago

              Sieh dich mal in passenden Communities um, da findet auch der polyamore oder zumindest nicht-monogame Topf einen Deckel. Du formulierst es so, als sei eine nicht-monogame Sichtweise Grund dafür, keine Beziehungen eingehen zu können.

              Ich finde es immer noch merkwürdig, dass Du Beziehungen quasi als exotisch und als Ausnahme verkaufen willst. Das deckt sich weder mit meinen Beobachtungen im Freundes- und Bekanntenkreis, in meinem Kollegium, noch bei Bekannten/Freunden von anderen Menschen in meinem Umfeld.

              Meiner Erfahrung nach sind Männer die glücklicheren Singles (für eine gewisse Zeit). Aber vielleicht kenne ich auch nur Single-Frauen mit schlechten Freundschaften. Und du Männer und Frauen, deren Beziehungen weder Unabhängigkeit, noch Karriere oder Selbstverwirklichung zulassen. Vielleicht gibst Du dem Ganzen ja irgendwann noch mal eine Chance.

        • Witziger_Waschbaer@feddit.org
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          9 days ago

          Weils Spaß macht und viel Halt geben kann. Das Leben gemeinsam angehen. Die Stärken, Schwächen und Eigenarten eines anderen Menschen kennen zu lernen und die eigenen zu offenbaren bietet ganz andere Möglichkeiten zur Reflexion und Entwicklung als es alleine der Fall ist. Sich absolut bedingungslos darauf verlassen zu können, dass einem wer zur Seite springt, egal was los ist, kann viel Sorge nehmen. Also dass waren Gründe die dafür sprechen, eine Beziehung einzugehen. Notwendig in dem Sinne ist das natürlich nicht. Ich kenne auch Menschen, die da keine Lust drauf haben. Aber im Idealfall können das ja alle so machen, wie sie es für richtig halten.

          • Cacaocow@feddit.org
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            8 days ago

            Aber diese Bedürfnisse sollten/können ja auch “normale” Freunde erfüllen

            • Witziger_Waschbaer@feddit.org
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              8 days ago

              Naja im Endeffekt läuft das dann auf die Frage hinaus, wo da eigentlich die Grenze verläuft. Hat man mit seinen Freund:innen Sex? Und redet über alles was damit so einher geht? Legt man sich jeden Abend mit seinen Freund:innen ins Bett und rekapituliert den Tag, auch in den kleinen Details, die einen vielleicht über die Maßen beschäftigt haben? Können Freund:innen wirklich immer alles stehen und liegen lassen um für einen da zu sein? Auch wenn sie vielleicht selbst Beziehungen führen oder Kinder haben? Möglich, dass es Freundschaften gibt, die so funktionieren. Aber was unterscheidet die dann von einer Beziehung? Irgendwie ist es halt generell alles ein Spektrum.

    • mtoboggan@feddit.org
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      8 days ago

      Meine Vermutung: alles ist schnelllebig und beliebig geworden.

      Fortschritt und sonstige Entwicklungen, Filme und Serien schaut man kaum mehr ohne auf‘s Smartphone zu gucken oder ersetzt sie gleich durch TikTok. Immer weniger Menschen lesen Bücher. Kaum einer bleibt sein ganzes Leben in einem Unternehmen. Konsum hat uns so vereinnahmt, dass man das Interesse auch an materiellen Dingen schnell verliert. (Emotionale) Momente werden nicht mehr bewusst erlebt, sondern direkt mit dem Smartphone für irgendwann später und/oder für Andere festgehalten. Die Welt ist egoistischer geworden. Man will sich nicht mehr emotional verausgaben und verzichten. Wie viele Leute heutzutage Hunde und Katzen als Kinderersatz sehen, ist schon echt gruselig. Die kann man für die weite Urlaubsreise ja Bekannten/Freunden in die Bude stellen oder in ein Tierhotel geben. Die Blagen müsste man dahin ja auch noch mitnehmen oder – Gott bewahre – ins Nachbarland reisen.

      Edit: Schon klar, dass man die letzte Gruppe hier überdurchschnittlich oft trifft.

      • LH0ezVT@sh.itjust.works
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        8 days ago

        Fairerweise würde ich Kinder und Beziehungen nicht gleichstellen. Es gab schon immer kindelose Beziehungen. Ich sehe eine Menge Überzeugungen in Richtung “ich möchte in diese verkorksten Welt keine Kinder setzen” in meinem Umfeld, die nun wirklich nichts mit Beziehungsstatus zu tun haben.

        • mtoboggan@feddit.org
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          8 days ago

          Natürlich. Kinder sind letztlich aber, wenn man es verantwortungsvoll sieht, der Fall ultimativer Bindung. Auch, wenn die Beziehung der Eltern evtl. irgendwann nicht mehr hält.

          Die von Dir beschriebene „Überzeugung“ halte ich oft für vorgeschoben (z.B. damit man sich nicht wieder den Fragen stellen muss, wieso man kinderlos ist) oder ist bestenfalls ein Faktor von vielen. Hauptgrund dürfte bei den Meisten sein, dass sie einfach keine eigenen Kinder in ihrem Leben wollen.

          • LH0ezVT@sh.itjust.works
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            7 days ago

            Kinder sind letztlich aber, wenn man es verantwortungsvoll sieht, der Fall ultimativer Bindung

            Oder von, pardon my french, vögeln ohne Gummi weil zu dumm / verantwortungslos / geil / religiös. Es gibt eine Menge Wunschkinder, aber auch eine Menge “ach verdammt”.

            Die von Dir beschriebene „Überzeugung“ halte ich oft für vorgeschoben

            Klar, kannst du so halten. Andersrum kenne ich durchaus ein paar Menschen, die (mit oder ohne eigene Kinder!) sich heute dieser Aussage anschließen würden. Zu verantwortungsvollem Kinderkriegen gehört m.M.n. nämlich nicht nur das in die Welt setzen und füttern, sondern auch der Wunsch, dass die Kinder mal eine gute Zukunft haben. Und da muss man kein Pessimist sein, um das verdammt schwierig zu finden.

            Hauptgrund dürfte bei den Meisten sein, dass sie einfach keine eigenen Kinder in ihrem Leben wollen

            Da muss ich auch widersprechen. Die meisten Menschen, die ich kenne, “wollen” eigentlich Kinder, so alleine schon aus dem Instinkt, der uns Menschen überleben hat lassen. Hab jetzt leider keine Statistik.

            Edit: Schon klar, dass man die letzte Gruppe hier überdurchschnittlich oft trifft.

            Danke, hab mich schon eine Weile nicht mehr persönlich angegriffen gefühlt. Zum Glück gehör ich nicht dazu, ich hab nie irgendeinen Wunsch verspürt, Kinder zu haben. Ich hab kein Bedürfnis danach, Vater zu sein, und wenn ich andere Leute mit Kindern sehe, spür ich da exakt garnüscht. Jetzt kannst du mich gerne zum Egoisten erklären, aber dann sind auch Homo- oder Asexuelle Egoisten. Gibt halt so’ne und so’ne, und dann noch ganz ane’re. Je früher man das versteht, desto früher hat man seinen Frieden mit der Welt.

            • mtoboggan@feddit.org
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              7 days ago

              Ist doch egal woraus das Kind entstanden ist. Da hat man seinen Mann/seine Frau zu stehen und Verantwortung zu übernehmen und das führt dazu, dass man gebunden ist.

              Schau mal die letzten gut 100 Jahre zurück. Da gab es immer wieder Gründe, keine Kinder in eine „verkorkste“ Welt zu setzen. Warum wir in Industrienationen immer weniger Kinder bekommen, ist hinreichend bekannt. Die „verkorkste“ Welt ist einfach kein Hauptfaktor.

              Ich meinte eher die peinliche Gruppe der Hunde- und Katzen-„Eltern“. Wenn Du nie einen Kinderwunsch verspürt hast, ist deine Kinderlosigkeit doch für alle von uns super.

  • Ephera@lemmy.ml
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    9 days ago

    Langzeitsingles

    Singledasein

    partnerschaftsunerfahren

    Großartige Wortkreationen… 🙃

    • Lemmchen@feddit.org
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      8 days ago

      Warum ist es so schwer für Journalisten ihre Quellen zu verlinken? Der sogenannte “Artikel” hat keine 230 Worte. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass er das Thema nur oberflächlich ankratzt. Trotzdem weit und breit keine Verlinkung zu sehen. Ich hasse das.

    • Redditquaza@feddit.org
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      8 days ago

      Oh wow, der Artikel besteht also legit einfach nur daraus, die Zusammenfassung zu Übersetzen lol. Da hatte wohl jemand keine Lust, tatsächlich die Studie zu lesen.

  • Senseless@feddit.org
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    9
    ·
    9 days ago

    Hey hey hey, das liegt nicht daran, dass ich nicht will. Andererseits zähle ich vermutlich auch nicht mehr als jung.

  • gajustempus@feddit.org
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    5
    ·
    7 days ago

    Eine gute, gesunde Beziehung ist um Längen besser als das Single-Dasein

    ABER:

    Das Single-Dasein ist um WELTEN besser als eine toxische Beziehung