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Cake day: August 26th, 2024

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  • Ich übe mich in Resilienz, in lächelndem Gleichmut und Achtsamkeit. Es ist mir nicht egal, was passiert, aber ich muss genau hinsehen, was mich erreicht und was ich selbst bewirken kann. Die Unzufriedenheit über Dinge, die ich nicht ändern kann, schadet mir.

    Inspiriert vom Gedicht “there’s laundry to do and a genocide to stop”: Ich werde nicht die großen Probleme unserer Zeit lösen (können), sofern ich nicht mein Leben vollständig umwerfe - und das wird nicht ohne dramatische Einflüsse passieren.

    Ich muss also lernen, dass ich mache was ich kann, und dass dennoch Dinge nicht in meiner Macht liegen.

    Daher meditiere ich, übe mich im Freuen an meinen Hobbies und meiner Familie, engagiere mich in einer gemeinnützigen Organisation, lege öfter mal das Handy ganz weit weg und hole mir mein “Erspartes” von den grauen Herren zurück, indem ich mich ab und zu mal von der Langeweile einnehmen und die Dinge ihre Zeit dauern lasse.

    Ich glaube: Ich versuche, in dem bisschen Zeit, die mir bleibt, für “meine Menschen” und mich selbst der beste Mensch zu sein, anstatt der für andere am wenigsten belastende Mensch. Die Welt wird nicht besser davon, dass ich nervös und wütend und zynisch bin - aber meine Welt wird es, wenn ich meinen Weg in Ruhe gehe.

    Das schaffe ich zwar nicht oft, aber es wird.

    Schritt, Atemzug, Besenstrich.


  • […] und wie sieht euer Beitragszähler so aus?

    Jessas. Dieser dahingeworfene Halbsatz hat mich auf eine mentale Odysee heute Abend gezwungen. Ich wünschte, ich könnte dir vorwerfen, dass du mich damit dazu zwingst, dass ich mein Zutun in diesem Leben mit Zahlen verbinde. Ich kann mich aber nicht ansatzweise mit deinen Beiträgen messen. Das hat mich wütend gemacht und das wollte ich dir vorwerfen.

    Aber ich kann nicht. Ich möchte dich ablehnen, allein wegen deines Namens (mal ehrlich, JENS) und weil du von oben auf mich herabblickst.

    Und dann höre ich dieses schiefe Klavier* und fühle mich wie dieses Instrument, das gegen Schreien und Lachen und Geschirrklappern angeht und nicht hierhin gehört und nicht da sein sollte und schon lange von niemandem mehr beachtet wird, bis irgendwer, WEISS GOTT WER, weiß, dass aus diesem kaputten Ding noch etwas zu holen ist, was irgendjemanden auch nur ein kleines bisschen fröhlich macht. Ein Jemand, der sich ein amüsiertes Schnaufen nicht verkneifen kann, wenn auf einmal doch eine Geschichte entsteht.

    Und dann wünsche ich mir, dass es mehr Menschen gibt, die andere dazu ermutigen wollen, mehr von ihrem Wissen zu teilen, mehr zu machen mit den verstimmen Klavieren, mehr nachzusehen, mehr auszuprobieren, mehr zu lächeln, wenn das Richtige aus dem Schiefen kommt.

    Tut mir leid. Ich brauchte heute Abend jemanden als Publikum. Offenbar gehörst du heute dazu.

    * PILLARS - Coda