Es war irgendwann in der Zeit als die Corona-Zeit zwar noch nicht vorbei war, aber die größten Verwüstungen vorerst etwas gelindert waren. Als die ersten Leute geimpft waren, als die Ausgangssperren nicht mehr waren und es auch nicht mehr Winter war. Da erzählten dann die ersten Freunde, dass es ihnen in dieser Zeit gar überhaupt nicht so gut gegangen ist. Man hörte von den ersten Bekannten, die in Therapie oder einer Klinik gegangen sind und hat es von anderen mitbekommen, dass die es auch hart nötig gehabt hätten. Aber erstmal haben die Leute geschwiegen und es in sich rein gefressen.

Und jetzt? Jetzt habe ich das Gefühl, dass in diesem aktuellen Wahnsinn gerade die psychischen Verwüstungen auch anfangen. Ich hab es bei ein, zwei Freunden bemerkt, die nicht drüber sprechen, aber wenn man sie kennt, merkt man, dass sie gerade mächtig knabbern. Das die Sicherheit komplett zerfetzt wurde, ganze Weltbilder ins Wanken geraten, die Unsicherheit Ängste macht.

Also: Wie geht ihr mit der ganzen Geschichte rund um Krieg, Trump, Wirtschaftskrise, Grönlandgier, Techimperialismus und Faschismus um? Wie geht es euch?

  • lichtmetzger@discuss.tchncs.de
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    11 hours ago

    Meine beste Freundin lebt in Amerika und wir haben viel darüber geredet, als die ICE-Raids losgegangen sind. Als deutsche Kartoffel sollte man meinen, dass ich das einfach wegignorieren kann, aber es war doch erschreckend zu sehen, wie schnell die dort drüben ihre eigene Pseudo-SS aufgebaut haben, die Leute aus Autos zerrt und Türen eintritt. Das hat mich durchaus sehr betroffen gemacht.

    Die Inlandspolitik rund um Fotzenfritz und die AfD zieht mich auch arg runter.

    Ich mache es wohl wie viele andere in den Kommentaren hier. Ich lese weniger Nachrichten und betreibe Realitätsflucht. Habe wieder damit angefangen, jede Woche ins Kino zu gehen und Bücher zu lesen, im April geht’s auf ein Konzert und vielleicht treffe ich mich sogar bald mit einer sehr liebenswerten Brieffreundin. Alles in allem ist das soweit ein echt positiver Start ins Jahr.

    Dass die EU so langsam mal etwas Stärke zeigt und den USA mit Strafzöllen droht und Soldaten nach Grönland entsandt, ist auch ein positives Zeichen. Es kann zu einem neuen Zusammenhalt in Europa führen und das würde ich mir sehr wünschen.

      • lichtmetzger@discuss.tchncs.de
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        7 hours ago

        Eher selten, deutsche Produktionen sind meistens so eintönig. Da geht’s immer um die Familie mit dem Problemkind oder die armen Boomer die ja gar nix mehr sagen dürfen. Wenn man da einen Film gesehen hat, hat man so ziemlich alle gesehen.

        Ab und zu, wenn mal ein Highlight kommt wie “Das Lehrerzimmer” oder “Sonne und Beton”, dann geh ich auch rein.