Es war irgendwann in der Zeit als die Corona-Zeit zwar noch nicht vorbei war, aber die größten Verwüstungen vorerst etwas gelindert waren. Als die ersten Leute geimpft waren, als die Ausgangssperren nicht mehr waren und es auch nicht mehr Winter war. Da erzählten dann die ersten Freunde, dass es ihnen in dieser Zeit gar überhaupt nicht so gut gegangen ist. Man hörte von den ersten Bekannten, die in Therapie oder einer Klinik gegangen sind und hat es von anderen mitbekommen, dass die es auch hart nötig gehabt hätten. Aber erstmal haben die Leute geschwiegen und es in sich rein gefressen.

Und jetzt? Jetzt habe ich das Gefühl, dass in diesem aktuellen Wahnsinn gerade die psychischen Verwüstungen auch anfangen. Ich hab es bei ein, zwei Freunden bemerkt, die nicht drüber sprechen, aber wenn man sie kennt, merkt man, dass sie gerade mächtig knabbern. Das die Sicherheit komplett zerfetzt wurde, ganze Weltbilder ins Wanken geraten, die Unsicherheit Ängste macht.

Also: Wie geht ihr mit der ganzen Geschichte rund um Krieg, Trump, Wirtschaftskrise, Grönlandgier, Techimperialismus und Faschismus um? Wie geht es euch?

  • Waldelfe@feddit.org
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    9 hours ago

    Mir geht es garnicht gut. Mein Mann ist in der Ukraine (damals SU) geboren. Als der Krieg losging war nicht ganz klar, ob sie ihn einziehen würden. Er hat doppelte Staatsbürgerschaft, weil die Ukraine ihn nicht ausbürgert. Also haben wir nicht nur immer im Hinterkopf was passieren sollte, wenn die Ukraine ihn doch mal versuchen sollte einzuziehen. Wir machen uns auch Sorgen was passiert, wenn die AfD an die Macht kommt und Gesetze gegen Personen mit Geburtsort außerhalb von Deutschland erlässt.

    Jobmässig läuft es bei mir richtig scheiße (bei ihm zum Glück gut) und das macht mich psychisch fertig. Es scheint auch überall salonfähig geworden zu sein, sich wie der letzte Arsch zu benehmen. Ich fühle mich manchmal zu politisch korrekt für die Welt. Ehemalige Freunde sind seit Corona komplett nach rechts gedriftet. Ich fühle mich einfach ganz oft falsch hier.

    • JensSpahnpasta@feddit.orgOP
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      8 hours ago

      Ich weiß nicht, was ich schreiben soll, das klingt so schrecklich :( Aber fühl dich irgendwie gedrückt oder irgendwie so… du bist da nicht alleine, es gibt auch haufenweise Leute, die die AfD kacke finden und nicht rechts sind

  • glorkon@lemmy.world
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    2 days ago

    Ich für meinen Teil habe den Glauben an die Menschheit seit Corona mehr oder weniger verloren - obwohl wissend, dass die Mehrheit der Menschen vernunftbegabt, empathisch und zivilisiert ist.

    Leider zeigt sich immer deutlicher, dass ein viel zu großer Anteil der Menschheit aus aggressiven, dummen, bildungsfeindlichen, unberechtigt selbstüberzeugten, irrationalen, asozialen Personen besteht - vorwiegend aus dem rechten Spektrum. Und der ist ein Problem. Und diese Menschen lauern überall.

    Das hat für mich dazu geführt, dass ich viel wachsamer bin, mit wem ich über welches Thema rede. Und wenn mir im Verein, auf Arbeit oder sonstwo ein erkennbarer Blauzi oder Trump-Fan begegnet, dann treffe ich aktive Maßnahmen, meinen Kontakt mit dieser Person zu minimieren, denn für solche habe ich nur noch kalte Verachtung übrig.

    Ach ja, und nebenbei fühle ich mich selbst ziemlich mies und schizophren angesichts der Tatsache, dass mein Börsenzeugs seit Trump durch die Decke geht. Auf dem Papier schön für mich, aber ein katastrophales Zeichen für die Menschheit, wenn der Aktienmarkt aufblüht, je mehr die arme Mehrheit der Gesellschaft bluten muss.

    Mittlerweile halte ich es nur noch mit Zynismus á la George Carlin aus: Ich bin ein interessierter Betrachter, der zuschaut, wie wir immer schneller um den Abfluss kreisen. Und irgendwie fällt es mir immer schwerer, dabei nicht zu denken, wir haben das auch so verdient.

    • smokeysnilas@feddit.org
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      1 day ago

      nebenbei fühle ich mich selbst ziemlich mies und schizophren angesichts der Tatsache, dass mein Börsenzeugs seit Trump durch die Decke geht

      Es kommt nur darauf an was man mit dem Geld macht. Es gibt viele Menschen die als Aktivisten ihr Leben einsetzen um die Welt besser zu machen und die für ihre Arbeit auf Unterstützung angewiesen sind. Wenn du denkst dass das Börsengeld stinkt dann mach was Gutes damit.

      • glorkon@lemmy.world
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        1 day ago

        Es ist jetzt auch nichts, was mich reich macht, aber ja, klar. Ich habe z.B. einen nicht trivialen Beitrag geleistet, als dieser Spinner hier die Berliner Kältebusse angezündet hat.

        Was mich viel mehr erschreckt, ist was ich an mir selbst beobachte: Sogar bei den eigenen guten Taten hat man Angst, dass sie irgendwie jemandem aus dem von mir eingangs erwähnten Personenkreis zugute kommen; also jemandem, der für die ganze Misere einen mehr oder minder kleinen Anteil der Schuld trägt. Und dann lässt man das Spenden plötzlich sein.

        Es fühlt sich scheiße an, nichts gutes zu tun, aber es würde sich auch richtig scheiße anfühlen, irgendeinem dummen AfDler versehentlich auch nur einen einzigen Cent zu geben. Es ist wirklich ein wenig schizophren.

  • sp3ctre@feddit.org
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    1 day ago

    Grundsätzlich wird der Medienkonsum derart runtergefahren, dass nicht mehr jeden Tag gedoomscrolled wird. Außerdem wird nur das Fediverse genutzt, weil ich finde, dass sämtliche andere Plattformen gerade von rechtem Müll geflutet wird und die Diskussionskultur absolut unterirdisch ist. Das tut schonmal gut soweit.

    Wegrennen kann man zwar nicht immer, aber man kann seinen Fokus auf das richten, was gut läuft. Nämlich das z.B. das Bewusstsein der Abhängigkeiten gegenüber den USA erkannt wird und der Wunsch nach digitaler Souveränität wächst. Die Zeiten der größten Unsicherheiten können auch eine gute Chance für positive Veränderungen sein. Wie auch immer geartet.

  • Melchior@feddit.org
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    2 days ago

    Wir leben halt in Zeit des Wandels und ganz ehrlich man muss sich immer wieder bewusst machen, dass der Wandel auch gut sein kann. Zum Beispiel hat der Krieg in der Ukraine die Energiewende in Deutschland und ganz Europa beschleunigt. Soetwas wie Habecks Heizhammer wäre sonst nie durchgekommen.

    Die Wirtschaftskrise in Deutschland liegt vorallem daran, dass auf E-Autos umgestellt wird. Im ersten Halbjahr des letzten Jahres waren tatsächlich 30% der in Deutschland gebauten Autos voll elektrisch. Das andere sind Gruppen wie die chemische Industrie, wo vorallem die fossilen richtig Probleme haben. Momentan entlassen die meisten Raffinerien viele Arbeiter und die großen Ölriesen wollen gerne ihre deutschen Raffinerien verkaufen. Das dauert alles, aber der Wandel ist da und geht in die richtige Richtung.

    Auch im Ausland können gute Sachen passieren. Russland kann fallen, die USA kann Trump vielleicht sogar abgewählt werden und so weiter.

  • RoflmasterBigPimp@feddit.org
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    2 days ago

    Insgesamt: mies.

    Es fühlt sich an, als würde man versuchen, Leute vor einer Gefahr zu warnen, über die man in der Schule jahrelang gelernt hat, nur damit man ignoriert wird. Man ist gezwungen mitanzusehen wie Leute, deren Zeit auf dieser Erde sich dem Ende nähert, scheinbar alles in ihrer Macht Stehende tun, um eine möglichst schlechte Zukunft zu garantieren.

  • knomie@feddit.org
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    2 days ago

    Nicht gut. Am schlimmsten ist aber die Untätigkeit von Freunden und Familie. Ich gehe auf alle möglichen Demos und erzähle, dass wir das nur als Gesamtgesellschaft hinkriegen und alle was machen müssen. Die Hälfte ignorierts und die andere Hälfte sagt danke und macht nichts. Von den Schwurblern etc. habe ich mich schon distanziert, da habe ich keine Energie für. Zieht mich nur noch mehr runter. Aber natürlich sind sie auch da draußen.

  • brainwashed@feddit.org
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    2 days ago

    Kann nie schaden was von den Stoikern zu lesen. Ob ich mich jetzt über jeden von Trumps Hirnfürzen aufrege oder nicht, es ändert nichts an der Weltlage. Ich konzentriere mich auf das, was ich direkt beeinflussen kann. z.B. hier schreiben statt auf dem Fascho Torment Nexus, ner Bibliothek mein Geld geben statt Netflix, weniger schrott konsumieren, mehr investieren.

    • Obin@feddit.org
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      2 days ago

      Ich schreibe das jetzt nur hier dazu, weil es finde ich dazu passt, nicht weil ich dich kritisieren oder gegen Stoizismus argumentieren will:

      Als säkularer Buddhist sehe ich viel Gemeinsamkeiten mit Stoikern. Was ich erstaunlich finde ist, dass beides etwa gleichzeitig, aber in unterschiedlichen Teilen der Welt ohne Kontakt zueinander entstanden ist und trotzdem einen so ähnlichen Ansatz verfolgt.

      Ein nennenswerter Unterschied ist, dass, wie du schon schreibst Stoiker an den freien Willen glauben, dass obwohl man die Umstände nicht kontrolliert, man sein eigenes Handeln unter den Umständen kontrolliert. Die moderne Psychologie und Neurologie glaube ich findet sich da eher auf Seiten des Buddhismus wieder, der eher davon ausgeht, dass man wenig Kontrolle hat, auch über das eigene Handeln, bzw. jedes Fitzelchen an Kontrolle über sich selbst erst erarbeitet werden muss. Das resoniert auf jeden Fall mit mir als Person mit ADHS.

      Es geht beim Buddhismus zentral mehr darum Verlangen zu identifizieren und davon loszulassen, insbesondere den Verlangen, die nicht erfüllt werden können, z.B. hier dem Verlangen nach einer gerechten Welt (was aber nicht heißt, dass man nicht versuchen soll die Welt selbst ein Stück gerechter zu machen, wenn man die Möglichkeit dazu hat). Leiden ist Teil der Welt, das eigene Leiden ist in Verlangen begründet und wird damit aufgelöst vom Verlangen nach und nach loszulassen. Mir hilft der Ansatz sehr mit den Dingen im OP (und vielem Anderen, z.B. sozialer Angst) klarzukommen.

      Konkrete Leseempfehlung wäre “Buddhism without Beliefs” von Stephen Batchelor.

      PS: Ich will hier keinesfalls Stoizismus abwerten oder Buddhismus darüber stellen, ich finde Stoizismus sehr interessant und auf jeden Fall einen nützlichen Ansatz den sich jeder anschauen sollte. Und eine der Lehren Buddhas (bzw. wurde vermutlich später hinzugefügt) war auch, dass es nicht auf den Lehrer ankommt und nicht auf die Lehre, sondern wie sie einem helfen sich zu verbessern.

      • brainwashed@feddit.org
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        2 days ago

        Ich verstehe zumindest bei dem nicht buddhistischen Teil Worauf du hier hinaus willst, ich sehe das den freien Willen als eine nützliche/notwendige Fiktion. Natürlich kämpft man die Hälfte der Zeit gegen den inneren Schweinehund, seine Hirnchemie, genetische Faktoren, die Evolution selbst. Aber selbst dann gehst du ja, wenn du an dir arbeitest, davon aus, das beeinflussen zu können. Und zumindest auch die stoiker würden denke ich kaum behandeln, dass man lästiges einfach so nicht wollen kann.

        • Obin@feddit.org
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          2 days ago

          Wie du schon schreibst sind Hirnchemie usw. auch Umstände über die man keine oder nur begrenzte Kontrolle hat, genauso wie externe Umstände. Deswegen sollte man aus meiner Sicht zuerst an den Erwartungen an sich selbst arbeiten, was absehbar möglich/realistisch ist, also eben keine nützliche/notwendige Fiktion (bzw. das Verlangen danach, dass die Fiktion irgendwann wahr wird) zu haben. Buddhismus konzentriert sich mehr auf den eigenen emotionalen/mentalen Umgang mit diesen Umständen, als die Umstände selbst zu überwinden. Zum Beispiel hat Buddhismus auch Selbstdisziplin nicht per se als Tugend (oder überhaupt Tugenden als solche). Buddhismus hat das “Rechte Bemühen” (right effort), aber da geht es auch eher um die innere Selbstdisziplin.

          Tl;dr: Am eigenen Verhalten arbeiten ist gut, aber wichtiger ist, dass das nicht selbst wieder zur Quelle der Verzweiflung wird.

    • Rumo161@feddit.org
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      2 days ago

      Ich war vorher schon chronisch depressiv. Es ändert nichts an meinem psychischen zustand. Es hilft natürlich nicht dabei den zu verbessern.

  • Ihnivid@feddit.org
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    2 days ago

    Wünsche mir Corona fast zurück. Gerade in der Anfangszeit war ich sogar milde optimistisch, weil es so schien, als würde die ganze Welt tatsächlich mal an einem Strang ziehen wollen.

    Aber jetzt? Ich hab wieder 'ne scheiß Angst vor der Zukunft. Bin da zwar recht abgestumpft, weil aufgewachsen mit Weltuntergangsprophezeihungen, trotzdem ziemlich kacke. Unsere Gesellschaft scheint einfach komplett von den diversen Divide & Conquer Fraktionen ausgedribbelt zu werden. Und kaum was zu sehen, was wir dem entgegen setzen können. Überall dieser ganze Hass, der sich auf die Verantwortlichen (imho Politiker und Menschen mit viel zu viel Geld, die damit die Demokratie manipulieren) konzentrieren könnte.

    • Lumidaub@feddit.org
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      ·
      2 days ago

      weil es so schien, als würde die ganze Welt tatsächlich mal an einem Strang ziehen wollen.

      So sehr dieses.

      Ich erinnere mich genau an diesen Gedanken und dieses Gefühl, zum allerersten Mal in der Menschheitsgeschichte mit “allen” im gleichen Boot zu sitzen, quasi ein paradoxes Näher-Zusammenrücken im gemeinsamen Social Distancing. Da muss doch irgendwas Gutes bei rauskommen, oder?? Und dann sind wir irgendwo falsch abgebogen. 😑

      • foenkyfjutschah@programming.dev
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        2 days ago

        ja gut, aber das erste was in deutschland passierte, war keine hilfe nach italien zu schicken. eine ernst zu nehmende internationale impfkampagne gab es am ende auch nicht.

        • Lumidaub@feddit.org
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          2 days ago

          Nee, es ist letzten Endes alles auseinander gefallen. Aber so die ersten paar Monate waren alle noch verwirrt und unvorbereitet, da war es nicht unbedingt überraschend, dass praktische Maßnahmen erstmal Mangelware waren oder schief liefen oder in die falsche Richtung. Ich red mehr von der Mentalität, die meinem Gefühl nach vorherrschte (wenn auch nicht sonderlich lange). Ich kann das auch alles nicht an konkreten Tatsachen festmachen, deswegen sagte ich “Gefühl”.

  • Matombo@feddit.org
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    2 days ago

    Pragmatischer Antifaschismus zur erhalt der Sanity.

    Es hilft zu sehen wie sich struckturen bilden und festigen.

  • RalfWausE@feddit.org
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    2 days ago

    Ehrlich gesagt: Mir geht es richtig gut.

    Warum? Weil Dinge in Bewegung sind.

    Wir hatten über Jahrzehnte die Situation das sich zwar hier und da kleine Elemente der Weltordnung verschoben haben, der Status Quo aber im wesentlichen unverändert blieb. Jetzt in diesem Moment sehe ich zum ersten mal eine Chance auf große Veränderungen. Ja, kann sein, dass morgen alles noch beschissener ist als heute, es kann aber auch deutlich besser werden wenn die einbetonierte Ordnung erstmal abgerissen wurde.

      • RalfWausE@feddit.org
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        2 days ago

        Meine persönliche Utopie wäre eine EU die sich endlich mal Zähne wachsen lässt und sich ihrer Rolle in der globalen Welt bewusst wird. Ein Deutschland das sich bewusst wird, dass “Nie wieder!” nicht nur eine hohle Phrase ist sondern seine wirtschaftliche und militärische Position dazu verwendet diesen Grundsatz auch im inneren wie äußeren durchzusetzen. Eine Bevölkerung die einsieht, dass sie über Jahre durch die Konzernmedien (Facebook, Twitter X, TikTok…) manipuliert wurde und sich zum Helfershelfer unserer Lebensweise feindlich gesinnter Mächte gemacht hat… und die Konsequenzen daraus zieht. Menschen die einsehen, dass die Freiheit einer blau-lila-haarigen muslimischen genderfluiden Transperson ihr Leben ungestört zu leben das einzige ist was ihnen selbst die Freiheit garantiert ihre eigene Lebensweise ungehindert fortzusetzen.

        Ja, das ist alles Träumerei - ich weiß. Aber disruptive Zeiten bieten eben auch Chancen die Welt wieder ein klein wenig besser werden zu lassen. Hätte es die Renaissance ohne die Pest gegeben?

        • hessenjunge@discuss.tchncs.de
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          1 day ago

          Das wäre alles wunderbar und ich würde mich wirklich freuen, wenn es so kommen würde. Wenn man an aber schaut, wie die Dullis penetrant Ihr Kreuz bei einer NSafd machen weil sie es einfach nicht kapieren, bleibt einem wenig Hoffnung auf Besserung.

          Ich hatte genug Diskussionen mit (ehemaligen) Freunden, welche neuerdings die NSafd geil finden oder - noch kranker - MAGA-Anhänger sind. Ergebnis: Es ist komplett und total zwecklos mit denen zu reden. Oben ist unten und dunkel ist hell. Übelster Qanon-Kram, welcher noch nicht mal Sinn ergibt, wird sofort geglaubt - offensichtliche Gegenbeweise hingegen nicht. Man komm sich auch teilweise vor wie Sisyphos und der Bekämpfer der Hydra gleichzeitig: Hast du ein sackdämliches Argument mühselig widerlegt, wird ein neues - ebenso dummes - hervorgezaubert. Trifft man sich dann eine Woche später bekommt direkt sackdämliches Argument #1 vorgesetzt.

          Diese, dank Bild (und wegen mir auch Xitter (sprich: Shitter) und Facebook), grundverblödeten Trottel gehen wählen und stecken andere Abgehängte mit ihrem Hirnschiss an.

          Rant Ende. Ich würde mir wünschen, das dein beschriebenes Szenario eintritt. Ich richte mich aber darauf ein, das das Gegenteil eintritt. Wenn es kippt sollten nicht nur die Rechten bewaffnet sein.

  • 7yrael@feddit.org
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    2 days ago

    Mir helfen die ganzen Klassiker:

    • Sport
    • Viel mit Freunden unternehmen
    • Nachrichten nicht mehr den ganzen Tag verfolgen, sondern gesammelt 1-2x pro Tag
    • Überlegen, was ich überhaupt beeinflussen kann und das dann machen

    Ab und zu habe ich dann so 2,3 Tage Weltschmerz, danach geht’s wieder bergauf.

    • JimBeann@lemmy.world
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      2 days ago

      Gute Sachen.

      Für mich geht auch noch deutlich seltener Nachrichten. 1x pro Woche oder weniger. Die 5% mittel- und langfristigen Entwicklungen verfolgen und die 95% an irrelevantem Grundrauschen skippen.

      Mal mehr schauen was lokal um einen herum passiert statt auf Weltgeschehen zu fixieren.

      Kleine Dinge genießen. Bei mir ist es gerade Tee in all seinen Facetten. Absolutes Rabid hole und sehr beruhigend.

      Freunden bewusst was nettes tun. Bekochen oder irgendwo aushelfen. Initiative ergreifen und gemeinsame Unternehmungen planen…

  • lichtmetzger@discuss.tchncs.de
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    2 days ago

    Meine beste Freundin lebt in Amerika und wir haben viel darüber geredet, als die ICE-Raids losgegangen sind. Als deutsche Kartoffel sollte man meinen, dass ich das einfach wegignorieren kann, aber es war doch erschreckend zu sehen, wie schnell die dort drüben ihre eigene Pseudo-SS aufgebaut haben, die Leute aus Autos zerrt und Türen eintritt. Das hat mich durchaus sehr betroffen gemacht.

    Die Inlandspolitik rund um Fotzenfritz und die AfD zieht mich auch arg runter.

    Ich mache es wohl wie viele andere in den Kommentaren hier. Ich lese weniger Nachrichten und betreibe Realitätsflucht. Habe wieder damit angefangen, jede Woche ins Kino zu gehen und Bücher zu lesen, im April geht’s auf ein Konzert und vielleicht treffe ich mich sogar bald mit einer sehr liebenswerten Brieffreundin. Alles in allem ist das soweit ein echt positiver Start ins Jahr.

    Dass die EU so langsam mal etwas Stärke zeigt und den USA mit Strafzöllen droht und Soldaten nach Grönland entsandt, ist auch ein positives Zeichen. Es kann zu einem neuen Zusammenhalt in Europa führen und das würde ich mir sehr wünschen.

      • lichtmetzger@discuss.tchncs.de
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        2 days ago

        Eher selten, deutsche Produktionen sind meistens so eintönig. Da geht’s immer um die Familie mit dem Problemkind oder die armen Boomer die ja gar nix mehr sagen dürfen. Wenn man da einen Film gesehen hat, hat man so ziemlich alle gesehen.

        Ab und zu, wenn mal ein Highlight kommt wie “Das Lehrerzimmer” oder “Sonne und Beton”, dann geh ich auch rein.

  • it_depends_man@lemmy.world
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    2 days ago

    Geht. Die Ereignisse sind natürlich schlecht, aber ich finds tatsächlich einen guten Impuls sich aus der Schockstarre zu lösen, weil es klar gemacht hat, das das keiner hat kommen sehen. Keine der Parteien, nicht die EU, nicht China. Russland vielleicht.

    Es gibt keine ordentlichen Pläne damit umzugehen und jetzt gucken sich alle um. Bringt endlich mal Bewegung.