Erstmals hat ein britischer Regierungschef öffentlich erklärt, dass sich Russland in die Abstimmung zum Brexit 2016 eingemischt hat. Das sei eine Warnung für Wähler in Deutschland und Frankreich.
Die gibts auch mit reguliertem Medienmarkt. Ich plädiere lediglich dafür, dass für Facebook & Co die selben Regeln gelten, wie für jede Onlinenachrichtenseite. Dass die sich bei Volksverhetzung, irreführender Werbung und Bedrohung auf ihren Plattformstatus, sorry-der-Werbekunde-wars etc. berufen können, ist ein Unding.
Du weißt schon, dass auch so schöne Errungenschaften wie Wikis, Fediverse-Instanzen, öffentliche Open-Source-Coderepositories davon abhängen, dass Plattformbetreiber nicht für das, was Leute mit der Plattform machen, verantwortlich gemacht werden können?
Ich finde, dieses Prinzip gehörte nicht nur nicht abgeschafft, sondern sogar in nationale Verfassungen aufgenommen.
Und die müssen sich alle an die Gesetze halten. Wen ich hier freidrehe, Menschen bedrohe, Volksverhetzung betreibe, muss das wegmoderiert werden. Und Facebook könnte das besser und KI gestützt. Machen sie aber nicht. Stattdessen zahlen sie effektiv irgendwelchen Leuten Geld dafür, dass sie mit ihrem KI Slop Fakenews zu Flüchtlingen und anderen Aufregerthemen erzeugen, siehe https://youtu.be/GEHHTh5OTnQ
Ja, und bei Facebook ist die Rechtslage genau dieselbe. Nur weil sie es “besser und KI-gestützt” könnten (weiß ich nicht), heißt das ja nicht, dass sie es müssen oder sollten.
Doch, sollten sie. Die Alternative haben wir jetzt, nämlich dass Facebook beliebige Falschmeldungen zu beliebigen Themen publizieren darf und die Verfolgung und Rechtsdurchsetzung schön an die Allgemeinheit outsourced.
Das geht dann von “Atombombe in New York explodiert” bis zur 748. “Ausländer schändet Europäerin” Meldung. Heisst, dass Volksverhetzung auf Facebook folgenlos betrieben werden kann. Und ja, das geht und ging immer schon auf irgendwelchen Naziwebseiten. Die haben aber keine ladungsfähige Adresse in Deutschland.
Das Eine schließt das Andere ja nicht aus. Oder um mal mein Lieblingszitat aus den frühen 2000ern zu bringen: „Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein.“ (Wer war das noch — de Maizière?)
Bei einer Zeitung ist klar wer ViSdPG ist. Da steht selbst bei jedem Leserbrief dabei von wem er kam und sie sind redaktionell ausgewählt worden.
Die Betrieber von sozialen Medien sollten da vieö Stärker zur Verantwortung gezogen werden oder noch besser: diese digitale Infrastruktur sollte grundsätzlich nur ohne Gewinnabsicht und in der Öffentlichen Hand betrieben werden. Lemmy und Mastodon als Commons-Public-Partnership fände ich schon sehr stark!
Absolut. Von mir aus darf erstmal jeder alles im Internet. Bei Bedrohung, Verhetzung, Betrug hörts dann halt auf. Und da müsen Platformbetreiber, die jede Depression ihrere Kundschaft erfolgreich erkennen und monetarisieren, proaktiv tätig werden.
Aha. Ich bin ja mit der Idee aufgewachsen, Pressefreiheit sei ein hohes Gut in einer (westlichen) Demokratie …
Die gibts auch mit reguliertem Medienmarkt. Ich plädiere lediglich dafür, dass für Facebook & Co die selben Regeln gelten, wie für jede Onlinenachrichtenseite. Dass die sich bei Volksverhetzung, irreführender Werbung und Bedrohung auf ihren Plattformstatus, sorry-der-Werbekunde-wars etc. berufen können, ist ein Unding.
Du weißt schon, dass auch so schöne Errungenschaften wie Wikis, Fediverse-Instanzen, öffentliche Open-Source-Coderepositories davon abhängen, dass Plattformbetreiber nicht für das, was Leute mit der Plattform machen, verantwortlich gemacht werden können?
Ich finde, dieses Prinzip gehörte nicht nur nicht abgeschafft, sondern sogar in nationale Verfassungen aufgenommen.
Und die müssen sich alle an die Gesetze halten. Wen ich hier freidrehe, Menschen bedrohe, Volksverhetzung betreibe, muss das wegmoderiert werden. Und Facebook könnte das besser und KI gestützt. Machen sie aber nicht. Stattdessen zahlen sie effektiv irgendwelchen Leuten Geld dafür, dass sie mit ihrem KI Slop Fakenews zu Flüchtlingen und anderen Aufregerthemen erzeugen, siehe https://youtu.be/GEHHTh5OTnQ
Ja, und bei Facebook ist die Rechtslage genau dieselbe. Nur weil sie es “besser und KI-gestützt” könnten (weiß ich nicht), heißt das ja nicht, dass sie es müssen oder sollten.
Doch, sollten sie. Die Alternative haben wir jetzt, nämlich dass Facebook beliebige Falschmeldungen zu beliebigen Themen publizieren darf und die Verfolgung und Rechtsdurchsetzung schön an die Allgemeinheit outsourced.
Das geht dann von “Atombombe in New York explodiert” bis zur 748. “Ausländer schändet Europäerin” Meldung. Heisst, dass Volksverhetzung auf Facebook folgenlos betrieben werden kann. Und ja, das geht und ging immer schon auf irgendwelchen Naziwebseiten. Die haben aber keine ladungsfähige Adresse in Deutschland.
Freiheit ja, gekauft sein nein… Es geht hier eben UM Freiheit.
Das Eine schließt das Andere ja nicht aus. Oder um mal mein Lieblingszitat aus den frühen 2000ern zu bringen: „Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein.“ (Wer war das noch — de Maizière?)
Bei einer Zeitung ist klar wer ViSdPG ist. Da steht selbst bei jedem Leserbrief dabei von wem er kam und sie sind redaktionell ausgewählt worden.
Die Betrieber von sozialen Medien sollten da vieö Stärker zur Verantwortung gezogen werden oder noch besser: diese digitale Infrastruktur sollte grundsätzlich nur ohne Gewinnabsicht und in der Öffentlichen Hand betrieben werden. Lemmy und Mastodon als Commons-Public-Partnership fände ich schon sehr stark!
Absolut. Von mir aus darf erstmal jeder alles im Internet. Bei Bedrohung, Verhetzung, Betrug hörts dann halt auf. Und da müsen Platformbetreiber, die jede Depression ihrere Kundschaft erfolgreich erkennen und monetarisieren, proaktiv tätig werden.
Dies. Schade nur, dass es immer so ein paar schwarze Schafe (Bild, NIUS etc.) geben muss, die das für ihre Zwecke sehr erfolgreich missbrauchen.